Slow Work Kreativwerkstatt


 


WERKSTÄTTEN 2010

Einen CAJÓN bauen und spielen • 16. – 18. Juli
mit Edgar Lliuya

Der Cajón (die Kiste) stammt ursprünglich aus Peru, wo sie von den Sklaven als einfacher Trommelersatz verwendet wurde, und ist heute ein weltweit populäres Rhythmusinstrument. Wir lernen eine einfache, gut klingende Holzkiste zu bauen ebenso wie typische Cajon-Rhythmen. Auch Tanzen, Singen und Malen sind Inhalte des Workshops.

DRECHSELN • Erlebnis Rotation • 16. – 18. Juli
mit Paul Stemberger 

Drechseln, als gleichermaßen technisches wie meditatives Mittel die Drehung eines Körpers um eine Achse zu erleben und besser zu verstehen, ist Inhalt dieses kommunikationsreichen Seminars. Gemeinsam wird erörtert und in rotationssymmetrische Werkstücke umgesetzt, was und wie aus Holz mit einer uralten und im Grunde „primitiven“ Bearbeitungstechnik mit heutigen Mitteln alles entstehen kann – und man wird staunen!

MEDIALAB • Foto- & FlyerWerkstatt • 19. – 22. Juli
mit Lucia Holly

Unser schöpferisches Werkzeug für visuelle Gestaltung und Kommunikation ist der Computer. Wir lernen Grundlagen der Bildbearbeitung, des Layouts, der grafischen Gestaltung und des Publizierens in Print und Web. Während der beiden Wochen werden im MediaLab auch Fotos, Texte, Filme, Interviews und Sounds der verschiedenen Aktivitäten gesammelt. Hier ist auch unser Internet-Café mit Blick auf die Donau und die Welt.


RHYTHMUSINSTRUMENTE bauen und spielen • 20. – 22. Juli
mit Franz Schmuck

Mit Naturmaterialien wie Holz und Bambus, aber auch unter Verwertung von Abfallstoffen bauen wir effektvolle Rhythmus- und Klanginstrumente. Im gemeinsamen Spiel entdecken wir faszinierende Möglichkeiten der Improvisation und tauchen ein in die bewegende und verbindende Welt der Rhythmen und Klänge.


LEHMBAU: Dinkahaus und Backofen • 20. – 23. Juli
mit Bernhard Gruber

Ein traditionelles Wohnhaus der Dinka, einem Volk der oberen Nilregion im Südsudan, wurde bei der vorjährigen Sommerakademie schon fast fertiggestellt und wird heuer vollendet. Auch ein einfacher Brotbackofen wird gebaut. Nachdem er getrocknet und vorgeheizt ist, steht er uns während der folgenden Tage zum Backen zur Verfügung.


Mit LANDART zur eigenen Kreativität • 23. – 25. Juli
mit Eva Gruber

„Jeder Mensch ist ein Künstler.“ (J. Beuys)
Einfache Gestaltungen in und mit der Natur – mit Kieseln, Hölzern, Rinden, Gräsern – lenken den Blick auf die eigene Kreativität. Wichtig ist dabei vor allem das aufmerksame Wahrnehmen von sich selbst, dem Gestaltungsmedium und -raum. Dabei erleben wir unterschiedliche Licht- und Witterungsverhältnisse, Zeitaspekte, meditatives Sein im Hier und Jetzt, die Rückverbindung mit dem „inneren Kind“.


STEINZEITLICHES TÖPFERN und Grubenbrand • 27. – 30. Juli
mit Myriam Urtz

Töpfern ist eine der ältesten Kulturtechniken der Menschen und sinnliches Handwerk, verbunden mit den Elementen Erde, Wasser, Luft und Feuer –  und unserem Tastsinn. Wir formen Schalen und andere Gefäße und modellieren Gesichter, auch auf Gefäße. Die geschaffenen Werke werden dann auf urzeitliche Weise in der Glut gebrannt.

GEFÜHLTE SICHERHEIT • 27. – 30. Juli
Ein mehrdimensionales Kunstprojekt


Mehr Sicherheit durch mehr Überwachung und Kontrollen? Wer bedroht meine Sicherheit, wer/was meine Freiheit? Was bedeutet für mich Sicherheit? Was könnte soziale Sicherheit sein? Affektgesteuerte Sicherheitsdebatten und -maßnahmen regen dazu an, über das Thema nachzudenken, mit Interventionen im öffentlichen Raum an den irrationalen Kern zu gehen und Auswege ins Freie zu suchen. Mit Mitteln der Rauminstallation, der theatralen Intervention und des Videoaktivismus werden ideologisch und emotional geprägte Sichtweisen offengelegt, hinterfragt, humorvoll ironisiert und alternative Perspektiven und Szenarien entwickelt.


Werkstatt Textile Skulptur
mit Maria Treml

Textil ist vielfältig und kann sowohl Linie als auch Fläche und Skulptur, ja Architektur sein. Dichte, Transparenz, Stärke und Dehnbarkeit des Materials werden ausgelotet und gemeinsam, in vernetzter Arbeit, wird der Weg vom ersten Knoten bis zum  dreidimensionalen Gebilde mit unseren Händen durchwandert. In unserem Kontext lassen sich die Texturen auch als Bedeutungsträger lesen, die Anknüpfungsmaterial für die Theatergruppe liefern: soziales Netz, Sicherheitszaun, soziale Hängematte...


Werkstatt Theatrale Intervention
mit Matthias Thonhauser

Wir analysieren mit theatralen Mitteln Begriffe und Phrasen des Sicherheitsdiskurses, entwicken Figuren dazu und setzen das Material in Bilder und Szenen um. Scheinbar Selbstverständliches wird hinterfragt, humorvoll provoziert und alternative Denkmodelle werden ins Spiel gebracht. Dabei wird das Publikum eingeladen, gemeinsam mit der Workshop-Gruppe Bilder einer total sicheren Welt umzugestalten in alternative Szenarien. Im Erarbeitungsprozess werden Übungen und Techniken aus dem Theater der Unterdrückten und des Physical Theatre, des Objekt- und Maskentheaters, verwendet.


Werkstatt Videoaktivismus
mit Shermin Voshmgir

Ziel des Workshops ist es, das technische und metaphorische Handwerkszeug zu vermitteln, mit dem in Zukunft selber Filme erstellt werden können, um ideologisch geladene Bilder und Symbole aufzudecken bzw. durch eigene Medienarbeit entgegenzuwirken. In einer theoretischen Einführung und anhand konkreter Aufgabenstellungen erlernen wir zuerst die Grundlagen der Videoproduktion. Durch Filmaufnahmen und Interviews mit Beteiligten der Werkstätten und BewohnerInnen von Aschach setzen wir Erlerntes dann in die Praxis um und gestalten eine filmische Dokumentation des gesamten Projekts.




Cajonbau mit EdgarLLiuya

Drechseln mit Paul Stemberger

Multimedia mit Lucia Holly

Klangwerkstatt mit Franz Schmuck

Lehmbau mit Bernhard Gruber

LandArt mit Sybille Kalas

Christian Bernhard


Toepfern mit Myriam Urtz